Es geht weiter im Programm der Antifawochen

Die Gruppe kappa bietet am 15. Oktober um 16:00 Uhr einem Workshop zum Thema “Die Linke und die Arbeiter:innenklasse” in index an. Kommt vorbei zur Arbeit am Begriff 😉

Aus dem Ankündigungstext:

Der Begriff der Klasse als zentrale Analysekategorie der kapitalistisch verfassten Ökonomie und Gesellschaft unterliegt selbst konjunkturellen Schwankungen. Im Laufe der Geschichte wurde er auf unterschiedliche Weise kritisiert: mal als überdehnt und mit zu vielen Bedeutungen aufgeladen, mal mit Blick auf seine innere Differenzierung – und phasenweise wurde er ganz verworfen.

In unserem Workshop wollen wir uns dem Begriff der Klasse in seinem historischen Verlauf annähern: Wie wurde er zu unterschiedlichen Zeiten konzeptualisiert und kritisiert? In welchem historisch-ökonomischen Kontext wurde über Klasse nachgedacht – und welches Potenzial zur Überwindung kapitalistischer Verhältnisse wurde ihr zugeschrieben? …

Es geht weiter im Programm der Antifawochen

Die Gruppe utopie&praxis lädt am 14. Oktober um 17:00 Uhr zu einem Workshop, der das Thema der Auseinandersetzung mit Antisemitismus in der Bildungsarbeit in den Blick nimmt.

Aus dem Ankündigungstext:

Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus gehört zum festen Repertoire schulischer Bildungsarbeit – zumindest auf dem Papier. In der Praxis zeigt sich jedoch: Zwischen ritualisierter Erinnerungskultur, hohler Gedenkrhetorik und (vermutlich) wohlmeinenden, aber letztlich entmündigenden Formen von Philosemitismus fehlt es häufig an Substanz, Haltung und konkretem Handwerkszeug. Dieser Workshop richtet sich vor allem an Lehramtsstudierende (aber auch an alle anderen Interessierten), die mehr wollen als diese Phrasen. Gemeinsam werfen wir einen kritischen Blick auf die deutsche Erinnerungskultur: Wie wurde die Shoah in staatlich kuratierte Gedenkformate überführt – und was bedeutet das für jüdisches Leben heute? Welche Narrative werden in Schulbüchern und Unterrichtsmaterialien tradiert?

Am 12. Oktober um 18:00 Uhr steht im Index die erste von mehreren Veranstaltung im Rahmen der Antifawochen an. Wir freuen uns auf euch!

Die Gruppe alea lädt ein zu einem Vortrag über “Antifaschismus und Gesellschaft” .

Antifa ist für viele eine Sache der Praxis: Man will etwas tun gegen Nazis und Faschisten, gerade in Zeiten, wo die AfD selbst bundesweit dabei ist, stärkste Kraft zu werden. Es ist “Zeit zu handeln” – aber was genau soll man eigentlich tun? Wer sich die Geschichte der Antifaschistischen Aktion anschaut, der wird in ihr keine Erfolgsgeschichte erkennen können. Sicher, es gab eine Reihe eindrucksvoller Aktionen, und dahinter eine viel weniger auffällige tägliche Praxis. Aber trotzdem haben heute Faschisten wieder eine immense gesellschaftliche Bedeutung erlangt. Wer das verstehen will, kommt um eine Beschäftigung mit der Gesellschaft nicht herum. Denn nur so lässt sich verstehen, warum Faschisten zu Faschisten werden und was der Faschismus eigentlich ist. Im Vortrag befassen wir uns mit dem Verhältnis von Theorie und Praxis, der Frage, was eine gesellschaftliche Selbstbewegung ist, und einem kurzen Einblick, was den Faschismus abseits seiner historischen Ausgestaltung eigentlich ausmacht..

Am 11. Oktober starten die Antifawochen!

Es wird in diesem Rahmen auch eine ganze Reihe an Veranstaltungen im und auch vom Index geben. Wir freuen uns dabei zu sein…

Aus dem Aufruf:

Antifa – ein Thema, das anhaltend die Gemüter erhitzt. Während #dankeantifa ein Dauerbrenner der sozialen Medien bleibt, wird auf der anderen Seite, mal mehr mal weniger engagiert, das Verbot der “Antifa” gefordert, als handele es sich um eine homogene, in sich geschlossene Gruppe. Und auch in linken Kreisen heißt es gerne: “Antifa ist notwendig”, womit dann ausgedrückt werden soll, dass sie nötig ist, dringend; wenngleich dies sicherlich richtig ist, ist sie es dem strengen Wortsinne nach gerade nicht: Sie ist nicht zwingend, ergibt sich nicht aus der Sache heraus, sie kommt nicht von allein, sondern sie muss gemacht werden, jeden Tag aufs Neue…

Zum Programm gehts hier

Vorstellung der aktuellen diskus-Ausgabe “What’s left?”

23. Mai · 19.30 Uhr

Bereits 1979 schrieb Moishe Postone in der diskus: »Die Linke machte einmal den Fehler anzunehmen, daß sie ein Monopol auf Antikapitalismus hätte; oder umgekehrt: daß alle Formen des Antikapitalismus zumindest potentiell fortschrittlich seien. Dieser Fehler war verhängnisvoll – nicht zuletzt für die Linke selbst.« Ergänzt man »Antikapitalismus« um andere linke »-ismen« wie Feminismus oder Antirassismus, stellt sich die Frage, wie die gegenwärtige Linke diesem »Verhängnis« heute entgehen kann: Was bleibt von linken Ideen und Bewegungen angesichts ihrer antisemitischen Verkehrung übrig? Was bedeutet »links« angesichts der zunehmenden Delegitimierung linker Selbstkritik?

Im Kontext der linken Debatten zum 07. Oktober stellt sich diese Frage wohl am dringendsten in Bezug auf den Antiimperialismus. In ihrem Artikel “Antiimperialistische Gespenster” widmen sich Felyx Feyerabend und Kris Teva den gegenwärtigen Erscheinungsformen dieser Weltanschauung. Der Fokus liegt dabei auf zwei Aspekten: Der historischen Ablösung der antiautoritären Linken durch den Antiimperialismus, sowie auf seiner Verbindung mit postmodernen Argumentationsmustern, die den neuen Antiimperialismus heute so anschlussfähig macht.

Mit besonderem Fokus auf den Artikel wird die diskus Redaktion am 23. Mai ihr aktuelles Heft “„Whats left? Antisemitismus und die Linke nach dem 07. Oktober” vorstellen.